BIOGRAFIE
1932 in Düsseldorf geboren, lernte Walter Vogel zunächst
Maschinenschlosser und wurde nach anschließendem Studium Ingenieur,
bevor er Berufsfotograf wurde. Er besuchte ab 1965 die Folkwangschule in
Essen bei Prof. Dr. Otto Steinert, wo er 1968 sein Examen absolvierte.
Erste fotografische Arbeiten entstanden bereits 1950, in den sechziger Jahren
entstanden Reportagen über das Ruhrgebiet sowie Künstlerpoträts,
darunter von Joseph Beuys und Daniel Spoerri und der Choreographin Pina Bausch.
In der Folgezeit wurde Vogel von den Photopäpsten Steinert, Kempe und
Pawek gefördert, entzog sich doch Mitte der siebziger Jahre den sich
daraus ergebenen Verpflichtungen –ausgelöst durch eine Zeit des
Reisens. New York und Zentralafrika als antipodische Zivilisationspunkte,
und sein Einbruch in die asiatische Kultur waren Erlebnisse, die sein fotografisches
Schaffen bis 1976 beeinflussten, verbunden mit dem Bemühen, gefährdete
Milieus in Genua, Lüttich und Paris zu dokumentieren.
1977 Umzug nach Frankfurt.
Schon früh war es Vogels Bestreben, das Medium Fotobuch zu verwirklichen. Anfang
der achtziger Jahre veröffentlichte er erste Text-Bild-Berichte – die
Themen waren „Espresso“ und „Transvestie“, was für
ihn damals lebensbestimmende Inhalte waren.
Bis 1990 bereicherten weiter Reisen nach Italien und Paris und das Transvestie – Nightlife
sein Schaffen, das in den Büchern "Espresso" und "Die
Schönen der Nacht" biographischen und künstlerischen Niederschlag
fand und das im Fotoband "Das Cafe", durch ausgedehnte Reisen
quer durch Europa und seinen Kaffeehäusern seine Ergänzung erfuhr.
1999 erschien der Band "Italien – Reisen in ein Bilderland",
2002 folgte "Deutschland – Die frühen Jahre 1951 – 1969".
Walter Vogel lebt heute wieder in Düsseldorf.